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Allgemein Durch das Jahr

April 2020

In diesem April gibt es Sonnenschein von früh bis spät – was zunächst ein Traum ist, wird Ende des Monats leider durch die Dürre zu einem echten Problem… Das „gute“ Wetter und die verrückten Corona-Zeiten sorgen zunächst aber dafür, dass ich mit meiner Familie die Tage im Garten verbringe und ich sehr sehr dankbar bin für diesen kleinen grünen Ort! Wo ich sonst manchmal zwischen Job und Kindergarten noch schnell in den Garten gefahren bin, um tausend Sachen zu erledigen, habe ich auf einmal Zeit und Muße.

Meine großen Themen im April sind auf jeden Fall Frühblüher, Beetgestaltung und am Ende dann die Dalien. Die Narzissen und Anemonen hatten ihre unverwüstliche Schönheit ja bereits im März präsentiert, doch nun kommen auch die etwas empfindlicheren Tulpen und Ranunkeln mit dazu. Manchmal schwanke ich, ob es sich lohnt: teure Tulpenzwiebeln pflanzen, die im nächsten Jahr oft nicht wiederkommen oder mich um die empfindlichen Ranunkeln sorgen, wenn das Thermometer unter 0 Grad fällt…

Und dann sobald sich die ersten Blüten öffnen sind alle Zweifel vergessen: die Schönheit ist einfach so atemberaubend, dass ich mich gleich an die Bestellungen für den Herbst mache und noch viel mehr Sorten und Fraben kaufen möchte…

Und da wir so viel im Garten sind machen wir Sachen, die wir noch nie geschafft haben: Häuschen aufräumen, Rasen pflegen und Beete umgestalten. Der Garten soll eine noch klarere Struktur bekommen innerhalb derer er dann wieder wilder werden soll. Sprich klarere Formen und Räume. Und so wird Rasen zu Beetfläche und in anderen Beeten säe ich wieder Rasen aus und alles schließt sich irgendwie und wird stimmig.

Es gibt nun ein großes neues Staudenbeet am Ende des Gartens, dass von der Farbgebung romantisch werden soll: viel Rosa, Weiß und Blau. Dort gab es schon drei dunkelpinke Pfingstrosen, nun kommen noch zwei weiße und eine rosane hinzu. Als Kombination setze ich Frauenmantel, Flockenblume, Akelei und vorgezogenen Rittersporn sowie Levkojen und Löwenmäulchen. An die austreibenden Pfingstrosen, die man unten auf den Bildern sieht, setze ich Ende April schon dicht ein paar Dahlienknollen, damit das Grün der Dahlien ab Ende Juni und den Rest des Jahres die Pfingstrosen überdecken. Hinten am Beetrand habe ich im Herbst bereits Mutterkraut und blaue Kornblumen gepflanzt – eine total schöne Kombination!

Da auch dieses Jahr wohl wieder sehr trocken werden wird und ich dem Boden möglichst wenig Wasser entziehen möchte, mulche ich alle Beete. Dadurch wird das Wasser im Boden gehalten, man muss also viel weniger gießen und das Unrkaut jäten entfällt. Zudem finde ich es ganz hübsch und bin auch ein großer Vertreter der Meinung, dass Erde niemals nackt liegen sollte. Wie ich das genau mache mit dem Mulchen erkläre ich bald in einem neuen Artikel.

Da der Garten nun aber auch nicht zu sauber und aufgeräumt werden soll, schichten wir mit dem Astschnitt der Apfelbäume eine Totholzhecke auf und legen davor eine Wildblumenwiese an. Dafür lockere ich die Erde etwas auf, gieße sie kräftig und säe eine Schmetterlingsmischung sowie alles was ich noch an selbstgesammelten Samen hatte aus: Ringelblumen, Kornblumen, Chinesisches Vergissmeinnicht, Cosmeen und Sonnenblumen. Nun halten wir die Erde feucht und dann bin ich schon ganz gespannt wie diese wilde Ecke in ein paar Wochen aussehen wird!

Zu meinen regelmäßigen Aufgaben im Garten gehört nun das wöchentliche Düngen mit Brennesseljauche vom letzten Jahr (kann man problemlos einfach in einer Tonne aufbewahren), schnellem hacken der Beete die noch nicht gemulch sind und Anemonen, Tulpen, Narzissen und Ranunkeln ernten. Letzteres ist natürlich die schönste Aufgabe! In der Wohnung füllen sich die Räume mit dem frischen Duft der hübschen Sträuße und auch im Garten steht immer ein großer auf dem Tisch unter den Apfelbäumen.

Abendstimmung

Und dann kommt die Zeit der Dahlien. Wie ich im Artikel über das Pflanzen, Teilen und Lagern geschrieben habe machen Dahlien nur zwei mal im Jahr wirklich Arbeit: beim Einpflanzen und beim Auspflanzen. Und so hole ich die vielen Kisten mit den hunderten Knollen aus ihrem Winterschlaf und beginne mit der großen Planung. Ich pflanze Dahlien nämlich nach Farben, damit in den Beeten ein harmonisches Bild ensteht. Dafür lege ich erstmal alle Knollen hin, sortiere sie nach Farben (geht natürlich nur, wenn sie ein „Label“ haben – dass bringe ich immer schon im Sommer an, wenn sie blühen) und ordne sie den Beeten zu. Das dauert ungefähr einen ganzen Tag… Dann beginne ich mit dem Waschen, Teilen und Einpflanzen. Wie ich das genau mache, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Und so geht der April zu Ende und es kommt tatsächlich ein ganz kleines bisschen Regen. Nicht die erhofften kräftigen Schauer, aber wenigstens etwas und auch ein paar Tage mit Wolken, diesen weißen und grauen komischen Dingern da oben am knallblauen Himmel – ich hatte schon ganz vergessen, wie sie aussehen!

Ich freue mich schon auf den Mai, wenn ich endlich all meine Sommerblüher in die Beete auspflanze: Cosmea, Zinnien, Sonnenblumen, Astern und Strohblumen!

 

 

Bisher ist es noch ruhig hier...

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