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Blumenportraits

Pfingstrosen

Jedes Jahr im Mai haben die Pfingstrosen ihren großen Auftritt. Die riesigen, gefüllten Blütenbälle in Rosa, Weiß und Pink sind einfach einzigartig. Doch Pfingstrose ist nicht gleich Pfingstrose und mir fiel es am Anfang nicht leicht, die unterschiedliechen Arten auseinander zu halten. Davon ist es nämlich auch abhängig, wie man die Stauden pflanzt und schneidet. Folgende Sorten gibt es: Stauden-Pfingstrosen, Hybride oder Strauch-Pfingstrosen.

Stauden und Hybride erkennt man daran, dass sie jedes Jahr neu aus der Erde austreiben. Die Knollen im Boden schicken in jedem Frühjahr neue leuchtendrote Triebe aus und im Herbst zieht das alte Laub wieder ein, wie bei vielen anderen Stauden auch.

„Stauden und Hybride erkennt man daran, dass sie jedes Jahr neu austreiben.“

Strauch-Pfingstrosen hingegen sind eben wie ein blühender Strauch und wachsen einfach weiter, werden immer größer. Ich habe drei alte Stauden-Pfingstrosen in meinem Garten, hätte aber sehr gerne noch Hybride, da sie so schöne Blüten haben!

Ameisen lieben den klebrigen Saft an der der Knospe

Das tolle an Pfingstrosen ist ihre Haltbarkeit. Man schneidet sie am besten, wenn die Knospen sich weich anfühlen, aber noch nicht geöffnet sind. Im Amerikanischen sagt man dazu „Marshmellow-Stage“, die geschlossenen Blüten also weich sind, wie ein Marshmallow. Nun ruhig tief ansetzen, das untere Laub entfernen und das war es auch schon. Pfingstrosen sind ganz einfach zu schneiden und halten sich bis zu zwei Wochen in der Vase.

Was den Pflege-Schnitt angeht muss man unterscheiden:

  1. Stauden-Pfingstrose und Hybriden:  Ganz einfach, wie bei allen anderen Stauden auch, das Laub ruhig als Winterschutz für die Pflanze, den Boden und Insekten dran lassen und erst im zeitigen Frühjahr, im Februar, März, bodennah abschneiden. Das wars.
  2. Strauch-Pfingstrosen: brauchen eigentlich nicht geschnitten werden, nur, wenn der Strauch verholzt und nicht mehr buschig ist. Dann regt ein Rückschnitt einen neuen, frischen Austrieb an. Schneide im Frühling alle Äste bis ca. 30 Zentimeter über dem Boden ab, so gibt es zwar in diesem Jahr keine Blüten, dafür im nächsten Jahr um so mehr.

Das war es schon. Pfingstrosen sind wirklich anspruchslos, freuen sich über ein bisschen Kompost im Frühling, mehr brauchen sie nicht. Sie kommen auch gut mit Trockenheit zurecht – in meinem Garten, der sechs Jahre lang brach lag hatten tatsächlich drei Pfingstrosen überlebt – und je gegossen worden zu sein. Hier unten sieht man den immer etwas merkwürdigen, rötlichen Austrieb der Stauden-Pfingstrosen.

Zwei kleine Nachteile haben sie jedoch: erstens sind die Stauden beim Kauf recht teuer und dann brauchen sie etwa zwei bis drei Jahre, um kräftig zu blühen. Sie sind empfindlich in ihrem Wurzel- bzw Knollenwerk und möchten ungerne gestört werden. Ich habe vor drei Jahren mal eine große Pfingstrose umgepflanzt – sie blüht bis heute nicht… Aber wenn sie sich dann mal erholt haben, schenken sie uns wirklich die schönsten, üppigsten Blüten – und das eben meist zu Pfingsten!

Zweitens haben sie nur einmal ihre große Show, die nur etwa zwei Wochen andauert und danach sehen die Stauden nicht wirklich hübsch aus. Deswegen pflanze ich Ende April immer dicht an die austreibenden Pfingstrosen ein paar Dahlienknollen. Das Blattgrün der Dahlien überdeckt dann ab Juni die sich zurücksziehenden Pfingstrosen.

„Dafür schenken sie uns dann die schönsten, üppigsten Blüten – eben zu Pfingsten!“

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