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Blumenportraits

Lupinen

Als ich anfing Schnittblumen anzubauen lag mein ganzer Fokus auf Einjährigen. Ich habe nicht viel Platz und durch eine versetzte Aussaat und konnte man mit einjährigen Schnittblumen auf kleinster Fläche sehr viele Stiele schneiden. Doch trotz den ausgeklügelsten Pläne hatte ich Lücken, in denen ich kaum etwas schneiden konnte und vor allem fehlten mir größere Blüten, die einzeln oder auch zu dritt jedem Strauß Ruhe und Struktur geben.

„Zudem geben sie nicht nur einem Arrangement eben diese Ruhe und Struktur, sondern auch jedem Blumengarten.“

Genau dafür sind Stauden unverzichtbar. Zudem geben sie nicht nur einem Arrangement eben diese Ruhe und Struktur, sondern auch jedem Blumengarten. Und das Gestalten des Gartens ist für mich in den letzten drei Jahren immer mehr in den Fokus gerückt.

Für mich gibt es vor allem drei Stauden, die als Schnittblume perfekt sind: Pfingstrosen, Phlox und Lupinen. Sie haben alle drei ganz unterschiedliche Blütenformen, doch ähneln sie sich in ihrer Größe und Präsenz. Die Lupine ist hierbei wohl die extravaganteste, mit ihren vielen kleinen Blüten, die in einer Art Traube eine dicke Blütenkerze bildet.

Pink-Weiße und Cremeweiße Lupinen

Es gibt Lupinen in sehr vielen Farben und immer häufiger auch zweifarbig. Da ist wirklich für jeden etwas dabei – ob knallig oder pastellig. In meinem Garten blühen sie in Rosa, Rosa-Weiß, Cremeweiß, Pink-Weiß und Lilablau. In diesem Frühjahr möchte ich gerne noch neue Sorten in Gelb („Camelot Yellow“) und Lachs („Salmon Star“) dazu pflanzen.

Toll ist an der Lupine nicht nur ihr hübsches dunkelgrünes Laub, sondern das sie sehr lange Stiele entwickelt und locker zehn Tage in der Vase hält. Dafür muss sie jedoch geschnitten werden, wenn nur das oberste Drittel der kleinen Blüten geöffnet ist. Die unteren Blüten sollten auf jeden Fall knospig und geschlossen sein. In der Vase sieht sie toll solo aus und im Strauß als zentraler Fokus, der jedem Arrangement eine wirklich besondere Note gibt.

„In der Vase sieht sie toll solo aus und im Strauß als zentraler Fokus, der jedem Arrangement eine wirklich besondere Note gibt.“

Ich schneide immer nur die Hälfte der Blüten einer Staude, da Bienen und Hummeln sie absolut lieben und sie einfach auch wunderschön im Garten aussehen. Besonders empfehlen kann ich die Pflanzkombination mit Wasserlilien und Salbei. Sie blühen alle zur gleichen Zeit, Ende Mai. Wenn man die Lupine zurückschneidet remontiert sie. Das bedeutet, sie blüht im August/September ein zweites Mal mit etwas kleinerer Blüte.

Schöne Kombination mit Wasserlilien

Ansonsten ist die Staude sehr pflegeleicht, wächst unheimlich schnell, lässt sich gut teilen und blüht auch im Halbschatten zuverlässlich. Der einzige Nachteil, den ich immer nicht so schön fand, war ihr aussehen nach der Blüte und dem Rückschnitt. Die Blätter werden dann oll und man hat eine große Lücke im Beet.

„Der einzige Nachteil, den ich immer nicht so schön fand, war ihr aussehen nach der Blüte und dem Rückschnitt. Deswegen habe ich mir einen ausgeklügelten Pflanzplan überlegt“

Deswegen habe ich mir einen ausgeklügelten Pflanzplan überlegt: um die Lupine herum setze ich im Oktober ganz dicht Tulpen. Diese blühen dann im März und wenn sie verblüht sind ist genau der Zeitpunkt, wo die Lupine richtg Gas gibt und sehr schnell das unschöne Laub der verblühten Tulpen verdeckt. Dann pflanze ich im Mai dicht an die Lupine heran Dahlien. Diese werden dann nach der Lupinenblüte ab Juli richtig groß und kräftig und überdecken wiederum das Laub der Lupine. So habe ich kein Lücken mehr im Beet, durchgehende Blühte und auch die kleinen remontierenden Lupinen sehen hübsch zwischen den Dahlien aus.

Wichtig ist noch auf Schnecken zu achten. Die lieben Lupinen absolut! Wenn die Stauden frisch gepflanzt und noch klein seind ist ein Schneckenkragen super. Wenn die Stauden dafür schon zu breit sind bleibt nichts anderes übrig als eine Kombination aus absammeln in den Abendstunden und Streuen von Schneckenkorn auf Eisenbasis, solange, bis die Pflanzen groß und stark genug sind.

Kurzinfo Lupinen

  • Kategorie: Stauden
  • Besonderheit: Große Blüten, Bienenmagnet, remontierend
  • Höhe: ca. 100 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Vermehren: durch Teilung
  • Düngen: einmal im Herbst mit Kompost
  • Blühzeitraum: Mitte Mai bis Ende Juni / August
  • Erntefenster: mittel
  • Haltbarkeit: sehr gut, ein bis zwei

Frühlingsstrauß mit Lupinen, Ranunkeln und Rittersporn

2 Comments

  • Reply
    Marianne
    15. März 2020 at 9:52

    Hallo Katharina,
    ich habe so große Probleme mit Schncken bei mir… Ich liebe Lupinen, aber es ist wirklich ärglerich. Jedes Jahr werden die triebe ganz runtergrefressen. Das mit dem Schneckenkragen will ich jetzt unbedingt ausprobieren. Wo kaufst du die denn? Hast du einen Tipp?

    • Reply
      Katharina
      15. März 2020 at 9:59

      Liebe Marianne,
      ich habe sie im Internet bestellt, beim Biohof Jeebel. Die kosten nicht viel, der Versand jedoch so 6 Euro. Aber ich bestelle dort auch immer viel anderes und dann fällt das nicht ins Gewicht. Bei mir wirken die wirklich wunder am Anfang!
      Viele Grüße,
      Katharina

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