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Blumenportraits Tipps

Tulpen im Garten pflanzen und pflegen

Wenn ich die ersten Spitzen der Tulpen im Garten und in meinen Balkonkästen entdecke, freue ich mich so sehr! Endlich, los geht’s, das Gartenjahr kann beginnen, der Frühling ist bald da!

Es gibt mittlerweile so viel Sorten und Farben, dass man mit Tulpen wunderbar im Garten oder auch auf dem Balkon gestalten kann. Es gibt unterschiedliche Forben, Farben, Größen – da kann man sich richtig austoben und verschiedene Ecken im Garten oder unterschiedliche Kästen auf der Terrasse je nach Geschmack bepflanzen: von knalligen Tönen bis hin zu puristischem Weiß.

Flieder, Tulpen, Kirschblüten und Quitte

Tulpen sind (wie Narzissen) Zwiebelblumen, dass heißt, man setzt im Herbst, am besten im Oktober die Blumenzwiebeln in die Erde und im März, April und Mai sind sie die ersten bunten Flecken im Garten oder auf dem Balkon. Diese Zwiebeln können in der Erde bleiben und blühen dann jedes Jahr aufs neue. Damit es immer wieder kräftige und große Blüten gibt, sollte man jedoch einiges beachten:

  • Der Boden sollte gut durchlässig sein. Die Zwiebeln tragen bei der Pflanzung schon alle wichtigen Nährstoffe in sich. Man könnte die Zwiebeln auch nur in Sand pflanzen und so würden wachsen und blühen. Möchte man aber, dass die Blüten jedes Jahr aufs neue kommen, sollte die Erde schön nährstoffreich sein. Am besten schüttet man in das Pflanzloch etwas Sand, auf den man die Knollen legt, dann bedeckt man alles mit einer Mischung aus Erde und Kompost.
  • Pflanzt du die Zwiebeln in Kübel und Kisten achte darauf, dass es einen guten Abzug für das Wasser gibt, am besten auch mit einer Schicht aus Sand am Boden (z.B. Spielsand aus dem Baumarkt ist sehr günstig und gibt es in kleineren Säcken).

„Tulpen sind (wie Narzissen) Zwiebelblumen, dass heißt, man pflanzt im Herbst.“

  • Der Standort ist am besten sonnig, doch auch mit Halbschatten kommen sie gut zurecht und in Gruppen pflanzen, mindestens fünf besser zehn bis zwanzig zusammen – je größer das Beet um so höher die Anzahl. Das gibt Ruhe und Klarheit.
  • Setze die Tulpen mit der Spitze nach oben etwa drei mal so tief, wie die Zwiebeln groß sind und ruhig enger, als auf der Packung steht. So dicht, dass sie sich gerade nicht berühren.
  • Je nachdem, wann du die Zwiebeln pflanzt, blühen sie auch im folgenden Jahr. Setzt du sie „pünktlich“ Anfang Oktober, blühen sie so, wie es auf der Packung steht. Ich kaufe manchmal Sonderangebote und Restposten Ende November und diese Tulpen blühen dann tatsächlich auch etwa zwei bis drei Wochen später.
  • Dünge deine Tulpen, wenn sich die Knospe bildet. Da ist die Blume oft so zehn Zentimeter groß. Am besten natürlich biologisch mit einer Jauche, z.B. Brennessel oder Ackerschachtelhalm. Diese Jauche muss man im Jahr davon ansetzen und einfach überwintern (sie kann auch einfrieren).

 

Quitte und Tulpe

  • Möchtest du dich einfach an den bunten Blüten erfreuen, musst du nichts anderes tun, als die Blumen verwelken lassen und dann den Stängel abschneiden – nicht die Blätter! Denn darin stecken alle Nährstoffe und die muss die Zwiebel wieder in sich einziehen, um diese Nährstoffe für das nächste Jahr zu speichern.
  • Möchtest du die Blumen für die Vase schneiden, musst du unbedingt darauf achten, dass du die Blätter stehen lässt. Denn darin sind, wie oben beschrieben die Nährstoffe angelegt für das nächste Jahr.
  • Ob deine Tulpen jedes Jahr aufs neue kräftig blühen ist auch davon abhängig, welche Sorte du wählst. Es gibt besonders robuste, z.B. die Darwin-Tulpen (hier die Sorten „Parade“ oder „Oxford“) oder die Narzissen blütigen (z.B. „Ballade“). Hingegen empfindlich ist leider meine Lieblingssorte: Papageientulpen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit musst du diese jedes Jahr aufs neue pflanzen. Daher kannst du sie auch gleich mit Zwiebel aus der Erde ziehen, dann unten abschneiden und die Zwiebel leider wegschmeißen. So hast du einen längeren Stiel.
  • Ich möchte lückenlos blühende Beete. Deswegen ziehe ich die verblühten Tulpen Ende Mai, Anfang Juni aus der Erde und lege sie in Kisten mit Erde dicht an dicht und stelle sie hinters Haus an einen trockenen und schattigen Platz. Hier können die Tulpen über den Sommer ihre Nährstoffe sammeln und ich pflanze sie dann im Herbst wieder ein. An die freien Stellen kann ich so im Haus vorgezogene einjährige Sommerblumen wie Cosmeen oder Zinnien setzen und habe so ein dichtes Blütenmeer.

Gefüllte Tulpe „Redwood“ und Papageientulpe „Blumex“

Meine Sortenempfehlungen für schöne Kombinationen:

  • Für dunkle Akzente „Black Hero„, sehr dunkles Lila, fast schwarz, blüht April bis Mai, 55cm hoch
  • Angelique“ gefüllt in hellem Rosa, blüht von April bis Mai, 45cm hoch
  • Ungewöhnlich kupferfarben „Copper Image„, gefüllt, blüht von April bis Mai, 40cm hoch
  • Gefüllte Tulpe „Ice Age„, in strahlendem Weiß, blüht auch von April bis Mai, 45cm hoch
  • Gefüllte Papageientulpe „Apricto Parrot„, April bis Mai, 50cm hoch

 

Kurzinfo Tulpen
  • Höhe: 30 bis 50cm
  • Pflanzzeit: Oktober
  • Düngen: nein
  • Blühzeitraum: März bis Mai
  • Art: One Hit Wonder
  • Erntefenster: kurz
  • Haltbarkeit: mittel

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