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Durch das Jahr

Juli 2019

Der Juli bringt viel Regen, für mich immer ein Grund zur Freude! Als ich noch keinen Garten hatte, hätte für mich von Mai bis September keine Wolke am Himmel erscheinen zu brauchen. Doch gerade nach dem letzten superheißen Sommer fühlt sich jeder Schauer wie eine Wohltat für den Boden und die Pflanzen an.

„Doch gerade nach dem letzten superheißen Sommer fühlt sich jeder Schauer wie eine Wohltat für den Boden und die Pflanzen an.“

Mit dem Wetter wächst und gedeiht auch vieles ganz anders als im Vorjahr: viele der Sommerblüher, vor allem Zinnien, Cosmea und meine geliebten Löwenmäulchen wachsen total langsam, zögerlich und auch schwach heran. Wo ich letztes Jahr kräftige, große Pflanzen mit vielen Blütenansätzen hatte, halten sich kleine Blümchen gerade mal aufrecht. Es kann nicht am Samen liegen, ich habe die unterschiedlichsten Sorten und Farben von verschiedenen Händlern, wie jedes Jahr. Auch an der Anzucht kann es nicht liegen, da ich die gleiche Erde nehme, wie immer und teilweise in der Gärtnerei und teilweise zu Hause vorziehe. Es kann nur das Wetter sein. Doch auch das macht nur bedingt Sinn, da die Setzlinge schon schwach wirkten, als sie noch im Haus vorgezogen wurden – kurz gesagt: ich weiß es nicht! Vielleicht lag es am Mond, ich habe den Kalender nicht bedacht. Das werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall ausprobieren!

„Vielleicht lag es am Mond, ich habe den Kalender nicht bedacht. Das werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall ausprobieren!“

Schönerweise geht es anderem dagegen auch so gut wie letzten Juli: der Rittersporn, vor allem der selbstausgesäte vom Herbst, ist eine Pracht, Bartnelken blühen an langen kräftigen Stielen und Rudbeckia „Sahara“ und „Cherry Brandy“, eine meiner Lieblingsentdeckungen aus dem letzten Jahr, werden üppig und blühen wunderschön. Ich kann sie wirklich nur empfehlen und sie säen sich schönerweise auch selber aus!

Der selbstausgesäte blaue Rittersporn blüht wunderschön

Dazu scheint es ein Rosenjahr zu sein, zumindest hier oben bei uns im Norden. Selten habe ich die Rosen so dicht und üppig blühen sehen – doch leider nicht in meinem Garten. Ich habe bisher erst drei Rosen in meinem eigenen Garten. Doch sechs weitere „David Austin“-Rosen habe ich in den Garten meiner Eltern gepflanzt und die blühen allesamt wunderschön! Das ist auf jeden Fall eine Sache, die ich diesen Herbst ganz oben auf meiner Liste stehen habe: noch mehr englische Rosen pflanzen! Darunter auch Hochstämmchen, weil sie so schöne Gestaltungselemente im Garten sind und eine Ramblerrose ans Gartenhäuschen.

„Dazu scheint es ein Rosenjahr zu sein, zumindest hier oben bei uns im Norden. Selten habe ich die Rosen so dicht und üppig blühen sehen“

Überraschung für mich in diesem Juli: Achillea Milleforum oder auch Schafgarbe genannt. Doch unter dem deutschen Namen stellt man sich nur dieses weiße oder gelbe Wildgewächs am Straßenrand vor. Dass es die Blume noch in allen Rosa-, Rot- und Lilatönen gibt, sieht man sehr selten. Ich habe die Mischungen „Summer Berries“ und „Summer Pastels“ und bin von beiden total begeistert! Leider mögen sie die Kaninchen total gern, da muss ich nächstes Jahr einen besseren Platz für finden. Sie haben lange Stiele und so schöne tellerförmige Blüten, die sich aus hunderten minikleiner Blüten zusammen setzen. In der Vase halten sie etwa fünf bis sechs Tage.

„Überraschung für mich in diesem Juli: Achillea Milleforum oder auch Schafgarbe genannt.“

Auch sehr begeistert bin ich vom Päonienmohn. Ich liebe Pfingstrosen, aber die gibt es nun mal nur für sehr kurze Zeit im Mai. Dieser besondere Mohn hingegen blüht, wenn man ihn gestaffelt aussät von Mai bis Juli und sieht einfach wunderschön aus! In Lila und Rosa finde ich ihn am hübschesten!

Päonienmohn "Lilac Peony"

Mitte des Monats kommt dann doch noch der Sommer – und zwar mit seiner vollen Macht! Knapp 40 Grad und das eine ganze Woche lang. Jeden Morgen muss gegossen werden, stundenlang, und es ist schon um acht Uhr sehr warm. Die Dahlien freuen sich darüber und wachsen kräftig weiter. Ich bin schon so gespannt auf die Blüten. Ich habe etwa fünfzehn neue Sorten dieses Jahr.

Abendstimmung mit Kornblumen, Mutterkraut und Margeriten

Und worüber ich mich in diesem Monat besonders freue: ein Zeitschriftenartikel über mich und meinen Blog in der „Gartenspaß“ vom Burda Verlag! Auf zwei Seiten wird beschrieben, was die „Slow Flower Bewegung“ und dass ich Schnittblumen im Garten anbaue. So schöne Bilder dabei und der Text ist richtig gelungen, finde ich. Die Ausgabe bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz!

„Und worüber ich mich in diesem Monat besonders freue: ein Zeitschriftenartikel über mich und meinen Blog in der „Gartenspaß“ vom Burda Verlag!“

Artikel über „Aus dem Garten“ in der Gartenspaß!

 

Nun fühlt es sich langsam so an, als ob der Sommer sich dem Ende neigt, dabei sind es noch volle zwei Monate. Doch alles wird etwas langsamer, der „große Ansturm“ ist vorüber. Was mich allerdings ab Anfang August definitiv auf Trab halten wird: die Anzucht der Cool Flowers. Da möchte ich dieses Jahr ganz viel aussäen und dann Ende September auspflanzen zum überwintern. Auf jeden Fall Löwenmäulchen, Levkojen, Kornblumen, Bartnelken, Rudbeckia, Orlaya, Wicken, Mutterkraut, Jungfer im Grünen, Achillea und Rittersporn. Endlich wieder aussäen, ich freu mich tatsächlich drauf!

„Was mich allerdings ab Anfang August definitiv auf Trab halten wird: die Anzucht der Cool Flowers.“

1 Comment

  • Reply
    Simone Heidmann
    6. August 2019 at 15:11

    Hallo Gärtnerin, ich bin tatsächlich durch den Zeitungsartikel auf Dich aufmerksam geworden. Ich bin begeistert von Deinem Blog. In meinem Garten wachsen hauptsächlich Stauden, Samentüten sind für Gemüse😉. Aber Du stellst hier so tolle Einjährige vor, das ich es im nächsten Jahr wohl auch versuche. Ich liebe auch Päonien und musste Deinen Mohn immer wieder anschauen👍🏻🙂.

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