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Allgemein Durch das Jahr

Februar 2020

Nachdem der letzte Winter wie auch die Sommer viel zu trocken waren, kann ich mich über fehlenden Regen in diesem Februar nun wirklich nicht beklagen. Es gibt Tage, da regnet es durch, von morgens bis abends, und es gibt Tage, da schauert es kräftig. Mehrmals. Häufig kommen dann noch richtig starke Böen dazu, ein Sturmtief übertrumpft das Nächste und der Regen, der damit einhergeht, peitscht waagerecht. Langeweilig wird es also auch nicht.

So muss der Garten in diesen Tagen häufig allein zurecht kommen und ich starte im warmen zu Hause mit der ersten Anzucht – endlich! So spät habe ich noch nie angefangen, in der Regel beginne ich schon Anfang Januar. Doch da es sich nicht mehr gut anfühlte für mich, so viel zu „Tricksen“, also mit sehr viel künstlichem Licht zu arbeiten, säe ich in diesem Jahr erst Anfang Februar und dann auch nur zwei Boxen. Die kommen unter künstliches Licht, allerdings nur als Ergänzung. Mehr dazu hier.

Boxen mit Leuchtstoffröhren

Und dann kommt es doch noch zur Gartenarbeit: das erste Projekt dieses Jahres wird angegangen. Endlich ein Zaun, der den Garten einfässt und die riesigen Kaninchen draußen hält. Ich liebe Kaninchen, keine Fragen. Doch die haben mir in den letzten Jahren so viel kaputt gemacht: Staudenwurzeln frei gelegt und abgenagt, Setzlinge von Kornblumen, Levkojen und Rittersporn komplett aufgefressen – vom Gemüse ganz zu schweigen. Zudem buddeln sie tiefe Löcher, mitten in den Beeten, natürlich ohne jegliche Rücksicht auf Blumen und Sträucher. Nun also endlich ein Zaun.

Ein Staketenzaun, von dem träume ich nämlich schon lange. Da die ziemlich teuer sind und ich es bei der Größe des Gartens auch etwas übertrieben fand, ihn komplett mit Staketen einzuzäunen, habe ich nun an der linken Längsseite und hinten Maschendraht und vorne und rechts Staketen.

Ich habe lange nach diesen Zäunen gesucht, entweder stimmte die Qualität nicht, oder die Herrstellungsbedingungen oder der Preis. Doch dann wurde ich in der Nähe von Verden/Bremen fündig. Dort vertreibt die Familie Uhde Staketenzäune aus langsam gewachsenen europäischen Haselnussbäumen. Hergestellt werden sie von einem Handwerker und seinem Sohn kurz vor der Grenze zu Weißrussland. Ich habe mich für eine Höhe von 90cm entschieden, da der Abstand der Staketen so nur 3 bis 4 cm beträgt und die dicken Kaninchen kein Chance haben.

Ich bin total begeistert von dem Ergebnis – jetzt schon, obwohl alles noch trist und grau ist. Zum einen konnte ich seit dem Aufbauen keine Fraßschäden mehr entdecken und zum anderen wird der Garten nun so schön eingerahmt. Es ist ein ganz neues Gefühl, durch diese schöne Pforte zu treten, wie in einen grünen Raum, der durch diese natürliche Begrenzung irgendwie an Größe sogar noch dazu gewonnen hat. Es fühlt sich für mich nun geborgen an und ich kann es kaum abwarten, bis die ersten Stauden am Zaun austreiben, die Apfelbäume, die darüberragen, Knospen tragen und im August die Dahlien blühen und so eine Stütze finden.

In den nächsten Tagen geht dann die Aussaat in der Gärtnerei wieder so richtig los mit Coolflowers und dann auch ersten Sommerblühern. Dazu bald mehr im März-Artikel.

 

Bisher ist es noch ruhig hier...

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