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Tipps

No-Dig Rahmenbeet anlegen

Ich habe hier auf dem Blog ja bereits in verschiedenen Artikeln über das No-Dig-Prinzip geschrieben. Es ist einfach eine super Art, das Bodenleben nicht zu stören, bzw. noch zu verbessern, und sich wenig Arbeit zu mache – für ein Jahr.

In einigen reinen Schnittblumenbeeten arbeite ich dabei mit Bändchengewebe, in Staudenbeeten mit Papier und Holzhäcksel und für Einjährige Beete benutze ich Papier und Kompost. Doch wenn der Boden komplett voll ist mit fiesen Wurzelunkräutern setze ich einen Holzrahmen auf.

Im hinteren Bereich meines Gartens gibt es zum einen viele Brombeerausläufer und zusätzlich super viel Winde und Ackerschachtelhalm. Die schieben sich permament durch die Löcher im Bändchengewebe, deswegen bin ich hier dazu übergegangen, quadratische Holzrahmen zu bauen und diese einfach auf die Erde zu setzen.

Schritt 1

Schneide Holzlatten so zurecht, dass sie zu deinem Beet passen und nagele sie zusammen. Kleide nun den Rahmen mit Papier oder Pappe aus. So dick, dass die Wurzelunkräuter bis zum Herbst nicht durchkommen, aber auch nicht zu dick, damit Wasser noch gut abfließen kann.

Schritt 2

Befülle nun das Ganze danach mit feinem Kompost. Das kann optimalerweise dein eigener sein, aber bei den Mengen, die ich brauche, kaufe ich auch etwas dazu. Das führt dazu, dass die Erde komplett Beikrautfrei ist. Im Laufe des Sommers fliegen einige Samenunkräuter rein, aber die lassen sich super schnell rausharken.

Schritt 3

Bepflanzen: nun kannst du einfach in die frische Erde deine kleinen Blumen setzen. Für Stauden eignet sich dieses Beet nicht, da das Pflanzloch zu tief wäre. Aber Vorgezogene Einjährige oder auch eine Direktsaat zb mit Sonnenblumen ist perfekt.

Zusammenfassung:

Den Aufwand, den das Bauen und Befüllen macht, hat man ruck zuck wieder drin, da man den Rest des Jahres mit dem Beet wirklich gar keine Arbeit mehr hat. Bei diesem recht kleinen Beet für Strohblumen habe ich einfach Bauholzreste, die noch im Garten lagerten zugesägt und per Hand zusammengeschraubt.

Das Papier stammt von einer großen recycelten Packpapierrolle, die ich geschenkt bekommen habe. Den Kompost habe ich von der städtischen Deponie geholt, da ich leider keinen Bauern in der Nähe habe, um Kompost zu beziehen. Die Ladung kostete knapp 3 Euro. So vielen also kaum Kosten an.

Ich habe bereits ein anderes, größeres Rahmenbeet, in dem meine Cosmeen wachsen. Das steht nun schon seit drei Jahren im Garten. In jedem Frühjahr schaufele ich ca. 20 bis 30 cm der obersten Erdschicht raus, lege eine neue „Beikraut-Sperre“ aus Papier oder Pappe ein und befülle das Beet wieder mit einem Gemisch aus der alten Erde und neuem Kompost. Auch das ist natürlich einmal Arbeit, aber es lohnt sich doppelt und dreifach – das Beet kann ich quasi den Rest des Jahres ignorieren und brauche nur noch zum Ernten vorbei kommen.

Die Blumen in diesen Rahmenbeeten fühlen sich super wohl, weil sie ganz ungestört wurzeln können und die Erde sehr locker und nährstoffreich ist. Am Ende des Jahres lasse ich die abgeernteten Einjährigen einfach stehen und kümmere mich erst im zeitigen Frühling wieder um das Beer. Da ich hier nur Sommerblüher pflanze, mache ich das meist erst Anfang Mai, wenn es schon wärmer ist.

Der einfach Holzrahmen wird auf die unbearbeitete Fläche gesetzt

Der Rahmen wird mit Pappe oder Zeitungspapier ausgelegt

Nun wird der Rahmen mit feinem Kompost befüllt.

Nun ist das neue Beet komplett Beikraut-frei und bereit zum pflanzen

 

5 Comments

  • Reply
    Marianne
    20. Juni 2021 at 11:17

    Hallo Katharina, das ist ja echt eine sehr einfach Möglichkeit für Nodig! Ich habe wie du so Ecken, wo einfach wahnsnnig viel heftiges Unkraut ist. So ein Rahmen muss ich unbedingt ausprobieren. Ich habe auch noch ganz viel Holz rumliegen und werde es gleich mal nächste Woche ausprobieren. DANKE!!!

  • Reply
    Alessandra
    30. Juni 2021 at 22:56

    Hallo Katharina,
    Wie ist deine Erfahrung mit Kompost von der städtischen Deponie, hattest du schon mal mit Wachstumsproblemen zu kämpfen? Habe dieses Frühjahr auch einige Beete so angelegt, bei uns gibt’s den Kompost sogar kostenlos. Musste dann leider feststellen, dass der Kompost noch sehr frisch und zu heiß war, meine Setzlinge sind nicht weiter gewachsen und haben recht schnell ihre Blätter verfärbt. Habe nach paar Wochen alles wieder ausgegraben und die Pflanzlöcher mit Blumenerde verbessert, darin geht’s jetzt. Werde die Beete für nächstes Jahr schon diesen Herbst anlegen, dann ist bis zum Frühjahr hoffentlich alles fertig ausgereift. Man lernt nie aus 😅 dein Blog ist so eine große Bereicherung, vielen Dank dass du dein Wissen mit uns teilst!

    • Reply
      Katharina
      2. Juli 2021 at 11:44

      Hallo Alessandra,
      ja, das ist auf jeden Fall ein Problem. Am besten ist es natürlich, man bekommt seinen kompost von einem „Bauern seines Vertrauens“ 🙂 Aber den habe ich hier in der Stadt leider auch nicht. Deswegen kaufe ich ihn bei der Deponie. Wie du sagst, ist er oft noch nicht „reif“ und riecht auch „streng“. Ein guter KOmpost sollte natürlich auch gut riechen. Wenn ich das Beet direkt verwende mische ich meinen eigenen Kompost mit dem zugekauften. Ansonsten ist es super, wie du sagst, den Kompost bereits im Herbst auszubringen, vielleicht sogar mit luft- und wasserdurchlässigem Vlies abzudecken und fertig reifen zu lassen. Dann ist die Wasseraufnahme auch meist deutlich besser.
      Ich habe das Rahmenbeet nur mit hallbreifem Feinkompost von der Deponie aufgefüllt und direkt bepflanzt – hat trotzdem gut geklappt… Hängt sicher auch vom Kompost ab…
      Ganz liebe Grüße und viel Erfolg!

  • Reply
    Jessica
    14. Juli 2021 at 9:21

    Liebe Katharina,

    meinst du , dass ich damit auch Erfolg auf einem steinigen Boden habe? Würde gerne Palettenrahmen benutzen und somit ca. 20 cm an Höhe gewinnen. Möchte irgendwie die Arbeit umgehen, all die Steine rauszusuchen.

    • Reply
      Katharina
      14. Juli 2021 at 12:06

      Ja, das kann ich sehr gut verstehen! Der boden sollte auf jeden Fall durchlässig sein, also keine Steinplatten. Bei 20cm kannst du dann nur Einjährige Pflanzen, alles andere wurzelt zu tief. Liebe Grüße

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