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Durch das Jahr

Oktober 2020

Der Herbst ist da. Das erste Laub liegt auf der Wiese, die Hecken lichten sich, es wird schon am späten Nachmittag dunkel und an sonnigen Tagen ist es wunderschön im Garten. Die Luft ist frisch und klar, die Vögel ziehen hoch am hellen Himmel Richtung Süden. Leider bin ich in diesem Oktober lange krank und so liegt mein Fokus nur auf einem Thema: die vorgetriebenen Ranunkeln und Anemonen in die Erde setzen.

Da ich nur wenig Platz habe, müssen sich Dahlien und Ranunkeln abwechseln. Das bedeutet, dass ich die Dahlienknollen schon Mitte Oktober rausnehme, obwohl sie noch bis zum ersten Frost in der Erde bleiben könnten. Der kommt hier meist Anfang November. Doch es ist keine große Überwindung, da es nur noch wenige Blüten und Knospen gibt. Manche Pflanzen sind auch schon ganz durch.

Herbstlicht Anfang Oktober

Also schneide ich alle Dahlientriebe runter, zerkleinere sie und packe sie auf den Kompost. Dann grabe ich die Knollen aus, befestige die Sortenschilder, die ich während der Blüte an den Stielen befestigt hatte und schüttele die Erde von den Knollen ab. Dann lege ich die Knollen in Kisten, so wie hier beschrieben.

Nun ist Platz und ich setze zunächst die Ranunkeln an die Südseite des Beetes in vier Reihen. So passt ein kleiner Tunnel mit Vlies gut darüber. Davor an den nördlichen Rand setze ich zwei Reihen Anemonen. Sie brauchen kein Vlies, sie sind robuster als Ranunkeln, aber so werden sie vom kalten Südwestwind durch den Vliestunnel geschützt.

Ich pflanze einen Teil in Reihen mit einem Abstand von ca. 10cm und zwischen den Reihen 35cm, so kann ich gut jäten. Den anderen Teil pflanze ich versetzt mit je 25cm Abstand, so wie Floret es macht. Nun schaue ich mal im Frühling, was besser für mich passt.in jedes Pflanzloch schütte ich eine handvoll Kompost.

In den letzten Jahren habe ich Ranunkeln und Anemonen in Lochfolie angebaut, um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Doch während des Winters sind Krallen oft ein wenig unterirdisch verrutscht und konnten dann nicht frei und ungestört im Frühling austreiben. Deswegen nun dieses Jahr mal ohne Folie.

Zudem haben sich die Krallen auch über den Sommer in etwa verdoppelt. Wie die Dahlien vermehren sie sich von selbst. Beim Vortreiben teile ich sie vorsichtig und alle neuen kleinen Krallen treiben kräftig aus. So hat sich mein Bestand schon deutlich vergrößert und statt einem halben großen Beet, habe ich nun schon anderthalb große Beete voll. Dabei sind zu den beiden Sorten „Mistral Rarity“ (Lila) und „Mistral Biancho“ (Weiß) von Biancheri aus Italien nun noch der Mix „Pauline Champagner“ von Comptoir-Paulinois aus Frankreich dazu gekommen. Das ist eine Mischung aus Apricot, Orange, Rosa und Lachs – Ich bin so mega gespannt!

Ranunkeln und Anemonen blühen von ca. Ende März bis Mitte Mai. Also können die Dahlien auch erste Mitte Mai wieder in die Erde, ca. zwei Wochen später, als üblich. Doch das ist völlig okay für mich, da ich es schön finde, wenn die Dhalien erst ab Mitte August so richtig mit der Blüte beginnen und dadurch auch etwas länger gesund und kräftig sind.

Wenn ich ein wenig fitter wäre, würde ich Stauden teilen und umpflanzen, doch das verschiebe ich dieses Jahr dann auf den Frühling. Es ist wie es ist. Tulpen und Narzissen pflanze ich in diesem Hebst nicht neu, sondern schaue eben, welche Zwiebeln im nächsten Frühling vom letzten Jahr austreiben. Den Kompost kann ich auch noch im November umsetzen und ansonsten ist alles recht ruhig bei mir und im Garten. Ich bin ein bisschen wehmütig, dass das Gartenjahr sich dem Ende neigt und, wie immer, auch froh, dass nun langsam die gemütliche Jahreszeit beginnt.

 

Bisher ist es noch ruhig hier...

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