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Allgemein Durch das Jahr

Februar 2019

Ich bin hin- und hergerissen! Die Sonne scheint, es sind 15 Grad ich bringe meinen Kompost aus, jäte Unkraut, räume ein bisschen auf – und das jetzt schon seit Tagen. Im dünnen Pulli und mit Sonnecreme im Nacken empfinde ich jeden warmen Tage als Geschenk. Ich erledige ganz entspannt schon so vieles, was eigentlich immer erst Ende März möglich ist: den Kompost umsetzen und ausbringen, Unkraut jäten, die Beete vom Laub befreien und dick mit Kompost mulchen, das Gartenhaus aufräumen, fiese Unkräuter und grobe Äste zur Deponie bringen. Kurz gesagt: Frühjahrsputz! Und das im Februar…

„Im dünnen Pulli und mit Sonnecreme im Nacken empfinde ich jeden warmen Tage als Geschenk.“

Doch erstens trübt das Gefühl „Irgendetwas läuft hier nicht richtig“ meinen Enthusiasmus. Die Klimaerwärmung ist eine fürchterliche Tatsäche, die man im Alltag gekonnt verdängen kann. Doch durch den heißen Sommer im letzten Jahr, die starken Schneefälle im Januar in den Alpen und nun diesen rekordverdächtig warmen Februar ist die Veränderung des Klimas absolut präsent.

Und zweitens traue ich dem Braten nicht! Wer weiß, ob es nicht doch noch einen späten Kälteeinbruch geben wird, so wie im April 2017, da kam noch einmal der Frost zurück und hat die Apfelblüten zerstört. Deswegen lasse ich den Winterschutz, meine Vliese und Folien in reichweite, so dass ich sie alle schnell wieder über die Beete ziehen kann, sollte es noch einmal langanhaltend frieren.

Ich mulche mit Kompost in meiner Lieblings-Yoga-Gärtner-Postition

In diesem Februar säe und hege und pflege ich nicht nur meine vorgezogenen Pflänzchen, sondern gärtnere schon richtig – das macht mich total glücklich! Und der Garten sieht bereits jetzt wirklich schön aus und ist tiptop für den Start ins Gartenjahr vorbereitet.

Wer sich auch über die warmen Sonnenstrahlen freut: Kaninchen! Sie fressen an meinem einjährigen Rittersporn, die Wicken, an den Margeritten und vor allem an meinen Ranunkeln und Anemonen! Deswegen habe ich nun alles mit sehr dünnem Vlies überspannt. Im Hortensien-Beet habe ich alle Stauden mit grobem, leichtem Astschnitt bedeckt, das hilft auch super! Da kommt Licht und Luft durch, aber der kalte Wind und vor allem die Nagetiere werden abgehalten.

Astschnitt schützt vor Wind, Frost und Nagetieren

Und dank des milden Wetters habe ich festegestell: Der Februar ist ein wunderbarer Monat, um Unkraut zu zupfen. Der Boden ist weich, alles wächst sehr langsam, da die Stauden sich zurückgezogen haben und die Einjährigen noch sehr klein sind, kann man es auch wunderbar entdecken. Ich zupfe das Gras zwischen den Stauden hervor und jäte Beet für Beet ganz entspannt, bevor ich mit Kompost mulche.

Meine Cool Flowers entwickeln sich wunderbar und ich habe festegestellt, welche Sorten wirklich ganz ohne Schutz durch den Winter kommen:

  • Rittersporn
  • Jungfer im Grünen
  • Mohn
  • Kamille
  • Achillea (Schafgarbe)
  • Nachtviolen
  • Goldlack
  • Kornblumen

Nich viel Schutz und ein einfaches Vlies reicht für:

  • Cerinthe
  • Wicken
  • Nelken
  • Orlaya
  • Glockenblume

Und mindestens ein doppeltes Vlies, besser noch zusätzliches mulchen mit Laub oder ein Folientunnel brauchen diese Cool Flowers:

  • Löwenmäulchen
  • Rudbeckia
  • Levkojen
  • Hasenohr
  • Ammi
  • Mutterkraut
  • Skabiosen
  • Strandflieder
  • Chinesisches Vergissmeinnicht
  • Dusty Miller
  • Schleierkraut
  • Ringelblumen

Soweit meine Erfahrungen in diesem Winter. Ich werde es mit den Cool Flowers und einer großen Aussaat im August auf jeden Fall probieren!

In den nächsten Tagen werde ich wieder ganz viel in der Gärtnerei aussäen und auch bereits wieder das ein oder andere auspflanzen, z.B. Kornblumen und Orlaya. Bei der Aussaat kommen nun die Sommerblüher wie Zinnien, Astern, Phlox und Cosmea dazu – da freue ich mich richtig drauf!

Schöne Hilfe beim Aufräumen am Kompostplatz!

Bisher ist es noch ruhig hier...

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