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Durch das Jahr

Oktober 2019

So ein schöner sonniger Oktober – herrlich! Ich weiß nicht, ob es etwas mit dem Alter zu tun hat, aber Jahr für Jahr liebe ich den Frühling und Herbst mehr. Früher war es der Sommer, den ich nicht erwarten konnte: ich konnte gar nicht genug Sonne und Wärme, ja Hitze, bekommen. Mittlerweile sind mir die frischen, kühleren Tage am Anfang und Ende des Jahres die liebsten.

„In diesem Monat habe ich drei große Themen: Stauden teilen, Rosen pflanzen, Ranunkeln und Anemonen setzen sowie Chrysanthemen schneiden.“

Stauden sind die Blumen, die jedes Jahr aufs Neue austreiben und mit den Jahren immer größer werden. Das ist das wunderbare an ihnen, sie brauchen wenig Pflege, schenken einem dafür aber oft nur wenige Wochen ihr Blüten. Als ich Anfing, Schnittblumen für den Verkauf anzubauen, dachte ich, für Stauden habe ich nicht genug Platz, sie sind nicht „produktiv“ genug. Doch mit den Jahren habe ich immer mehr gemerkt, dass sie mir sehr fehlen. Denn Stauden haben oft die größeren Blüten und bilden damit eine Basis, das Rückrad eines schönen Straußes und auch eines immerblühenden Blumenbeetes.

Um ältere Stauden zu „verjüngen“, so etwa nach drei bis vier Jahren am Standort, empfiehlt es sich, sie zu teilen. Wie man das genau macht, erkläre ich hier. In diesem Jahr teile ich meinen Phlox, Herbstastern, Herbstanemonen, Margeriten, Bartnelken, Lupinen, Iris und Rudbeckia (Sonnenhut). Ich freue mich jetzt schon auf die vielen Blüten im nächsten Jahr!

„Um ältere Stauden zu „verjüngen“, so etwa nach drei bis vier Jahren am Standort, empfiehlt es sich, sie zu teilen.“

Ende Oktober wurden meine Rosen geliefert. Ich habe sie schon Ende August bestellt, da war die Auswahl am größten. Da ich ja leider nur begrenzt Platz habe, konnte ich „nur“ sieben neue Sorten ausprobieren. Davon sind drei Stammrosen, das bedeutet, sie haben einen langen Stamm, ca. ein Meter, und oben auf, wie eine Kugel blüht dann die Rose. Das habe ich zum einen gemacht, weil ich es im Blumengarten sehr hübsch finde, da sich eine zweite Ebende bildet, und auch aus Platzgründen. Denn so können sich die Blüten oben frei entfalten und untendrunter habe ich viele Glockenblumen pflanzen können, die ich im Frühjahr vorgezogen hatte. Ich habe mich für „Lions-Rose“ als Hochstamm entschieden (weiß mit Apricot in der Mitte), „Jasmina“ (Rosa-Violett) sowie die David Austin Rosen „Queen Of Sweden“ (Zartrosa), „Princess Alexandra Of Kent“ (Leuchtend, warmes Rosa) und „The Alnwick Rose“ (Rosa).

Ich freue mich schon wieder auf die Ranunkel-Ernte!

Vor einem Jahr hatte ich das erste Mal Ranunkeln und Anemonen gepflanzt und war so begeistert von ihrer Produktivität und Schönheit. Alle Details dazu findet ihr hier. In diesem Jahr habe ich die Krallen und Knollen Mitte August in Anzuchterde gelegt und in meinem Gartenhäuschen in die hinterste Ecke gestellt. Und tatsächlich – als ich drei Wochen später nachschaute sah ich überall frische, grüne Triebe aus der Erde schauen. Diese habe ich dann Anfang Oktober in ein sechs Quadratmeter großes Beet in Lochfolie gepflanzt und dazu auch noch eine neue Sorte: „Rosa 3P10 50“ und „Fragolino“.

Chrysanthemen in „White“ und „Rosa“

Und nun zum Schluss kommt noch mein Highlight des Oktobers: die Chrysanthemen! Im Frühjahr durfte ich bei Gabel und Spaten Stecklinge von „Chrysanthemums Direct“ aus England mitbestellen, die haben nämlich wunderschöne Sorten, die man in Deutschland leider gar nicht findet. Diese minikleinen Stecklinge kamen in einem kleinen Karton und ich war etwas verwundert, ob daraus nun wirklich diese rieseigen Blütenbälle werden sollten. Ich pflanzte sie in Plastiktöpfe, stellte sie auf die Terrasse und tat nichts weiter, außer sie regelmäßig zu gießen. Und siehe da, sie wuchsen kräftig, sind jetzt im Oktober ca. einen Meter hoch und haben pro Pflanze drei bis vier Stiele mit etwa fünf Blüten ausgebildet. Ich bin hin und weg von diesen wunderschönen Blüten die genau dann aufblühen, wenn den Dahlien langsam die Puste ausgeht. So viel Farbe noch so spät im Jahr herrlich! Nun werde ich die Chrysanthemen bald überwintern, um dann ab Frühling viele Stecklinge zu nehmen und somit meine Anzahl zu verviefachen. Darüber werde ich auch auf jeden Fall dann einen Artikel schreiben!

Vorne in „Orange“, dahinter „Salmon“, „Rosa“ und „White“

Bisher ist es noch ruhig hier...

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