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Tipps

Blumenschutz mit Vlies und Folie

Um eine extralange Saison mit blühenden Schnittblumen von Mai bis November zu haben, braucht man einen kleinen Helfer: Vlies oder Folie. Diese beiden „Decken“ schützen die kleinen noch empfindlichen Blumen vor den letzten oder ersten frostigen Nächten und noch kalten Winden. Es ist wie im Gemüseanbau üblich, um einige Kulturen wie Salate schon früher zu ernten, deckt man sie mit wärmenden Vliesen ab oder pflanzt sie in einem Tunnel.

Hier erkläre ich euch den Unterschied zwischen Vlies und Folie und die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Folie

Bei der amerikanischen Flowerfarmerin Floret sah ich die Folientunnel das erste mal. Sie hatte hunderte davon, in langen Reihen, um ihre Cool Flowers im Winter zu schützen. Sowas wollte ich auch! Also suchte ich (ziemlich lange) nach den geeigneten biegsamen Eisenstäben und der UV4-Folie. Ich kaufte mir dann 60 Stäbe in vier Metern länge und eine riesige Folie (12×6 Meter), die ich für meine Beete zuschnitt. Die Stäbe werden dann auf beiden Seiten des Beetes in die Erde gesteckt und bilden das Tunnelkonstrukt. Die Folie darüber gelegt und mit langen Schnüren und Heringen in der Erde befestigt.

Folientunnel und innerer Vliestunnel für extra Schutz

Der große Vorteil dieser Folientunnel: sie halten auch den stärksten Winden stand und schützen so die kleinen Pflanzen. Zudem halten sie auch kräftige Regengüsse fern. Sie erwärmen sich schnell und die Pflänzchen sind gut geschützt.

Und nun kommt der große Nachteil, der mir vorher überhaupt nicht bewusst war: sobald die Sonne scheint, müssen die Tunnel gelüftet werden. Sprich: morgens die Folie an den Seiten hoch schieben, abends wieder schließen. An sich ist das wirklich schnell gemacht, aber wenn man wie ich den Garten nicht hinter dem Haus hat, sondern eine Parzelle, kann es wirklich zeitaufwändig und nervig werden…

„Und nun kommt der große Nachteil, der mir vorher überhaupt nicht bewusst war: sobald die Sonne scheint, müssen die Tunnel gelüftet werden.“

Tut man das nicht, entwickelt sich in den Tunneln schnell eine große Hitze und zu viel Feuchtigkeit, ich habe so mal einen ganzen Tunnel mit Löwenmäulchen gekocht… Dazu kommt, dass man von Zeit zu Zeit gießen muss, da die Folie ja keinen Regen hinduchlässt. Deswegen arbeite ich kaum noch mit den Folientunneln, würde sie aber auf jeden Fall wieder nutzen, wenn ich einen Garten am Haus hätte.

Folientunnel geöffnet zum Lüften

Vlies

Vliese sind dünne, weiße, leichte Tücher, die man über seine Beet legt. Wenn die Fröste nicht zu stark sind, kann man das Vlies direkt auf das Beet legen, was sehr einfach und bequem ist. Wenn die Fröste stärker sind, also mehrere Nächte mit unter -5 Grad, sollte man einen kleinen Tunnel aufbauen und das Vlies darüber legen. Der Tunnel kann aber viel niedriger sein, als bei der Folie, da die Luft durch das Vlies zirkulieren kann und sich nicht staut. Da reichen schon 30 Zentimeter, sieht man auf den Bildern.

„Und das ist auch schon der große Vorteil des Vlies: es ist luft- und wasserdurchlässig.“

Und das ist auch schon der große Vorteil des Vlies: es ist luft- und wasserdurchlässig. Sprich, man kann es drüber ziehen und einfach drauf lassen und muss sich nicht weiter darum kümmern. Es schützt trotzdem vor Wind und auch vor Kälte. Doch sollte es schneien, muss man die Vliese abnehmen. Sonst erdrücken sie die Pflänzchen und es gibt Frostschäden. Der Schnee liegt dann einfach direkt auf den kleinen Blumen und isoliert diese, hört sich komisch an, ist aber so: Schnee ist viel besser als Frost und Wind.

Ich befestige das Vlies mit einfachen Steinen

Ich arbeite in diesem Jahr nur noch mit Vlies und schütze damit meine Anemonen, Ranunkeln, Cool Flowers und auch Stauden und Hortensien. An den Seiten lege ich Steine zur Befestigung und schaue ab und zu nach, ob ich Jäten muss und halte nach Schnecken Ausschau. Ich bin wirklich großer Fan vom Vlies, es ist für meine Situation genau das Richtige! Und vor allem auch sehr günstig im Baumarkt zu kaufen: 10 Meter x 1.5 Meter kosten etwa 3 Euro. Ich lege das Vlies doppelt und so passt es sehr gut auf meine Beete mit vier Metern länge. Man kann es aber auch problemlos zuschneiden.

„Ich arbeite in diesem Jahr nur noch mit Vlies und schütze damit meine Anemonen, Ranunkeln, Cool Flowers und auch Stauden und Hortensien.“

Bisher ist es noch ruhig hier...

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