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Kellerasseln im Hochbeet loswerden

Eigentlich sind Kellerasseln Nützlinge…

Wer hätte das gedacht: Kellerasseln sind in meinen Beeten tatsächlich zu richtigen Schädlingen mutiert. In allen Beeten, die von Holz eingefasst sind, also mein Hochbeet, aber eben auch meine großen Rahmenbeete für die Schnittblumen, hat sich eine Kellerassel-Plage entwickelt.

Eigentlich sind diese Asseln eher nützlich, sie ernähren sich angeblich nur von totem Pflanzmaterial, wie übrig geblieben Wurzeln und verarbeiten diese wieder zu Erde. Sie mögen es gern feucht und dunkel und verstecken sich am liebsten am Rand des Beetes zwischen der Erdschicht und dem Holz.

Schäden durch Kellerasseln

So weit so gut. Leider fühlten sich die Asseln in meinen Holzbeeten so pudelwohl, dass es tausende wurden. Die Ecken der Beete „sprudelten“ nur so über von Asseln… Sie frassen definitiv nicht nur totes Material, sondern mit Vorliebe unsere Möhren und Kohlrabi. Aber eben auch die Stämme meiner Blumen: bei den Cosmeen nagten sie so lange an den Stielen, bis sie abbrachen. Das war ein Totalschaden…

Ich googelte im Internet und fühlte mich mit diesem Problem recht allein. Ja, es gab einige Tipps, man sollte sie mit Kartoffeln anlocken. Doch das änderte nichts daran, dass sie auch alles andere zernagten und sich über die zusätzlichen Kartoffel-Leckerbissen auch noch hermachten.

Ich schaufelte die Ecken mit den tausenden Tieren mehrmals täglich aus und warf sie auf den Kompost. Doch bereits am nächsten Tag waren es schon wieder genauso viele.

Der Versuch

Mein Mann hatte dann die glorreiche Idee, eine Falle zu installieren. Wir vergruben ein Glas, so dass es bündig mit der Erde abschloss und stellen einen alten Plastik-Blumentopf darüber. In das Glas legten wir ein bisschen Topinambur. Und siehe da: schon wenige Stunden später tummelten sich die ersten Kellerasseln im Glas.

Die Kellerasseln purzeln haufenweise das Glas, bevor sie anderes anfressen

Das Ergebnis

Die Falle funktionierte perfekt. Jeden Tag war das Glas randvoll mit Asseln. Wir brachten die Asseln täglich zu einem weit entfernten Komposthaufen. Seit letztem Jahr machen wir das ganz konsequent und haben in keiner der Ecken mehr die kleinen Tierchen. Es wird auch nichts mehr angenagt – ich hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert! Die Tiere scheinen sofort unter den dunklen Topf zu krabbeln und ins Glas zu fallen bevor sie woanders beginnen zu nagen.

Das Glas wird schnell im weit entfernten Kompost geleert

Die Methode ist also wirklich super einfach, günstig, nachhaltig und die Tiere werden nicht getötet. Und: meinen Cosmeen geht es großartig!

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Bisher ist es noch ruhig hier...

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