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Blumenportraits

Sonnenblumen – Geheimtipp!

Neben meinem Blumengarten habe ich einen weiteren Platz, um meine Blumen anzubauen: im Garten von Hartmuth. Hartmuth ist über 80 Jahre alt und gärtnert, seit er denken kann. Ich darf auf etwa 80 Quadratmetern in seinem 2000 Quadratmeter großen Garten meine Blumen anpflanzen, da mein Garten einfach zu klein ist.

„Und so erfuhr ich auch etwas über Sonnenblumen, dass ich noch nie gehört hatte!“

Hartmuth ist jeden Tag dort, werkelt vor sich hin, vormittags und nachmittags  – mittags gibt es zu Hause essen. Er redet gerne und viel und erzählt mir Gartengeschichten und wie er was warum macht. Und so erfuhr ich auch etwas über Sonnenblumen, dass ich noch nie gehört hatte!

Sonneblume „Teddybear“

Sonnenblumen sind nämlich Bodenverbesserer! Sie ziehen Schad- und Giftstoffe aus der Erde und sind somit die perfekte Vorkultur. Wenn man einen schlechten Boden hat, sollte man somit eine Mischung aus tiefwurzelnden Ligominosen, wie Lupinen pflanzen und eben Sonnenblumen. Im Herbst lässt man Verblühtes einfach stehen, als Schutz für den Boden, aber auch verschiedene Tiere und harkt es dann im Frühjahr kräftig unter die Erde.

Später las ich in einem Artikel, dass Sonnenblumen sogar in Tschernobyl eingesetzt wurden, um radioaktiv verseuchte Böden zu säubern und auch nach Hurricane Katrina, in New Orleans, nach der Überschwemmung. Das war mir wirklich neu und ich sah die gelben Blumen in einem ganz neuen Licht.

„Sonnenblumen sind nämlich Bodenverbesserer! Sie ziehen Schad- und Giftstoffe aus der Erde und sind somit die perfekte Vorkultur.“

Eigentlich bin ich nämlich gar kein großer Fan von ihnen – an gelben Sonnenblumen habe ich mich irgendwann mal übersehen. Ich finde sie ehrlich gesagt einfach langweilig. Aber durch ihre tolle Eigenschaft als Putzkollone haben sie sich einen PLatz auch bei mir im Garten definitiv verdient – es muss ja nicht knallgelb sein. Ich hatte mich dann im letzten Jahr für die Sorte „Italien White“ entschieden, ein cremiges Weiß. Aber die Stängel waren zu dünn.

In Amerika z.B. bei Johnnys Seeds gibt es außergewöhnliche Sorten wie „Pro Cut Plum“, in einem apricotfarbenen Verlauf oder „Pro Cut White Lite“ in weiß oder „Strawberry Blonde“. Aber die dürfen leider nur national versendet werden. Ich bin deswegen weiterhin auf der Suche nach besonderen Sonnenblumen, jenseit der gelben Blüten mit schwarzer Mitte.

„Sie ziehen Schad- und Giftstoffe aus der Erde und sind somit die perfekte Vorkultur.“

Anzucht ist ganz einfach, den großen Samen entweder Mitte März im Haus in Töpchen mit Anzuchterde stecken oder Anfang Mai direkt draußen ins Beet. Schnecken lieben Sonnenblumen – also gut schützen! Sonnenblumen mögen es, wie der Name schon sagt, sonnig. Und einen sehr nahrhaften Boden, also schön Kompost einarbeiten. Schneiden sollte man die Stiele am besten, wenn sich die Blütenblätter gerade öffnen. Für eine längere Haltbarkeit schwören viele auf das anbrennen der Stielenden.

Besonders hübsch sehen Sonnenblumen an einem Holzzaun aus, finde ich. Oder auch vor einer Hauswand. Sie erhellen jedes Beet und bringen richtig Farbe in den Garten.

Kurzinfo Sonnenblume
  • Kategorie: Sommerblüher, Anzucht und Direktsaat, Dunkelkeimer
  • Höhe: 30cm bis 3 Meter
  • Aussaat: März bis Mai
  • Auspflanzen: nach dem letzten Frost
  • Entspitzen: nein
  • Düngen: stark
  • Blühzeitraum: Juli bis Oktober (abhängig wann ausgesät wird)
  • Art: One Hit Wonder
  • Erntefenster: mittel
  • Haltbarkeit: mittel, 5 – 6 Tage

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