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Blumenportraits

Skabiosen

Es war September und die langen Stiele lagen kreuz und quer übereinander, ein einziges Gewirr und es brach mir das Herz. Sie bogen sich an den Enden nach oben und zeigten ihre wunderschönen Blüten: die Skabiosen. Keine Chance zum Schnitt, viel zu verbogen und schief waren die schmalen Blumen gewachsen – es war ein Trauerspiel.

„Skabiosen haben eine lange Entwicklungsperiode von mindestens 100 Tagen. Deswegen ist die Aussaat im Herbst oder im Spätwinter (Februar) empfehlenswert.“

Und gleich zwei Jahre hintereinander machte ich den gleichen Fehler, obwohl in meinem Gartentagebuch dick unterstrichen stand „Skabiosen brauchen unbedingt Netze!“. Nun ja, in Jahr drei werde ich es nun endlich beherzen und Netze über mein Skabiosenbeet spannen.

„Black Night“ und „Salmon Rose“

Skabiosen haben verschiedene Vorzüge:
Zum einen gehören sie in die Kategorie der „Cool Flowers“, das bedeutet, sie tolerieren Frost und man kann sie bereits im September für den nächsten Sommer aussäen.

Skabiosen haben eine lange Entwicklungsperiode von mindestens 100 Tagen. Deswegen ist die Aussaat im Herbst oder im Spätwinter (Februar) empfehlenswert.

Man braucht ein wenig Geduld mit ihnen, erst scheint es, sie würden niemals groß werden und dann auf einmal im Mai/Juni geben sie richtig Gas und werden mindestens einen halben Meter hoch.

Die ersten Blüten zeigen sich ab August und dann unermüdlich bis in den späten Oktober, Anfang November hinein. Sie gehören also zu den Spätsommerblühern, was sie unverzichtbar macht, da zu dieser Zeit, meist im September, viele Stauden und Einjährige ihre Kraft verlieren.

An den Boden haben sie keinen besonderen Ansprüche, humos, locker, mit Kompost versetzt – wie fast alle Blumen. Eine Stütze ist wie gesagt absolut notwendig.

„Die ersten Blüten zeigen sich ab August und dann unermüdlich bis in den späten Oktober, Anfang November hinein.“

Fata Morgana im Brautstrauß

Beim Schnitt ist darauf zu achten, die Skabiosen früh zu schneiden. Der richtige Zeitpunkt ist, wenn die inneren Blüten noch fest geschlossen sind.

Möchte man ein besonderes Gestaltungselement, kann man sie sogar schon schneiden, wenn sie noch ganz geschlossen sind, wie kleine Knöpfe. Nur eben nicht, wenn die Blüte voll geöffnet ist, dann hält sie höchstens ein bis zwei Tage.

Ab August können Skabiosen locker zu den Dauerblühern gezählt werden und produzieren unermüdlich Blüte nach Blüte.

Meine bisherigen Lieblingssorten:

  • Snowmaiden: reines Weiß
  • Salmon Rose: leuchtendes Pink-Rose mit einem Hauch Apricot
  • Black Night: dunkelrot, fast schwarz, sehr intensiv und mir mittlerweile fast zu extrem
  • Fata Morgana: auch wenn es sich nicht schön anhört, aber „beige“ trifft die Farbe am besten oder etwas hübscher: dunkles Creme, speziell, muss man mögen
  • Oxford Blue: viel eher ein lila

Sorten, die ich nächstes Jahr ausprobieren möchte: „Fama White“ und „Fama Blue“. Die „Fama“-Sorten sind eine Staude und haben eine besondere Blüte, die sich nach Außen hin stärker öffnet.

„Übrigens kann man von Skabiosen wunderbar Samen nehmen!“

Übrigens kann man von Skabiosen wunderbar Samen nehmen! Also eine der Lieblingssorten einfach stehen lassen und ab etwa Ende September die vertrockneten, braunen Blütenköpfe abschneiden, wenn der Stielansatz an der Blüte sich auch bereits braun verfärbt hat.

Die vertrockneten Blüten vorsichtig eine eine Tüte legen und dann im nächsten Schritt die Samen von der Blüte zupfen und in beschriftete Tütchen verpacken – oder direkt aussäen.

Kurzinfo Skabiosen

  • Kategorie: Cool Flowers, Anzucht, Lichtkeimer
  • Höhe: 1 Meter
  • Aussaat: Februar bis März
  • Auspflanzen: April
  • Entspitzen: ja
  • Düngen: mittel
  • Blühzeitraum: August bis Oktober
  • Art: Cut and Come again
  • Erntefenster: kurz
  • Haltbarkeit: mittel (ca. 6-7 Tage)

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