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Durch das Jahr

November 2020

Der November steht im Namen der Selbstaussaat. Seitdem ich weiß, wie welche Sorten aussehen, wenn sie noch ganz klein sind, gestalte ich mit ihnen im Herbst aktiv meine Beete für den Frühling. Selbstaussaat – ich dachte immer, das könenn nur die anderen, die Naturgarten-Profis. Doch so schwer ist es gar nicht! Man muss nur wissen, welche Blumen sich gern und gut selbst aussäen und sie dann auch noch erkennen, um sie nicht ausversehen weg zu jäten…

Die Blätter sind von den Bäumen – der Winter wird kommen.

Das geht auch nur mit Coolflowers, weil die sich im Herbst eben schon versamen und die Setzlinge wunderbar durch den kalten Winter kommen – ganz ohne Schutz. Wichtig ist natürlich, dass man nicht alle Blumen schneidet, sondern genug stehen lässt, um Samen zu bilden. Besonders gut klappt das in meinem Garten mit einjährigem Rittersporn, Kornblumen, Orlaya, Skabiosen, Bartnelken, Goldlack, Chinesischem Vergissmeinnicht, Mohn und Rudbeckia. Bei Rudbeckia ist das ein Riesenglück, weil sie bei mir in der Vorzucht sehr schlecht keimen und so habe ich sie ohne jegliche Arbeit trotzdem jedes Jahr blühend im Beet.

Natürlich sind die selbst ausgesäten Blumen nun nicht mehr so Sortenrein, wie die Mutterpflanze. Stand der Rittersporn noch im Vorjahr nach Farben sortiert in unterschiedlichen Beeten, wird es dort im nächsten Frühling bunt! Wenn es nur eine Sorte gibt, bleibt es meist bei der Farbe. Ganz sicher kann man sich da bei Orlaya (weiß) oder Chinesischem Vergissmeinnicht (blau) sein.

Nun ist es nur noch meine Aufgabe, die kleinen Pflänzchen behutsam an eine passende Stelle zu setzen. Denn oft keimen sie viel zu eng oder wurden vom Wind in andere Beete getragen. Das kann natürlich auch sehr hübsch aussehen, aber ein paar Kombinationen schaffe ich ganz bewusst. Orlaya soll z. B. inmitten der Rosen blühen und das Vergissmeinnicht als Beetumrandung dienen.

Ranunkeln unter Vlies.

Was noch im November zu tun ist: Laub vom Rasen harken und damit empfindliche Stauden wie Rittersporn (Delphinium), Hortensien und alle Anemonen abdecken. Auch die runtergeschnittenen Chrysanthemen bekommen eine dicke Laubdecke und ich hoffe, dass sie so überleben. Die Ranunkeln schütze ich mit einem Vlies. Sobald die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt sinken werde ich das Vlies doppelt legen.

Im Hochbeet wachsen einige empfindliche Coolflowers, wie Löwenmäulchen und Wicken. Diese habe ich auch mit einem kleinen Vliestunnel abgedeckt. Und so sind der Garten und ich langsam bereit für den Winterschlaf.

Schlaf schön, lieber Garten.

4 Comments

  • Reply
    Kerstin
    15. Dezember 2020 at 21:39

    Hallo Katharina,

    auf der Suche nach Inspirationen zu Schnittblumen bin ich auf Deine Seite gestossen und arbeite mich gerade durch. Vielen Dank für so viele Informationen die Du mit uns teilst! 😉
    Ich versuche immer noch Ordnung und System in mein Gartenjahr zu bringen. Ich ziehe nicht nur Schnittblumen, sondern auch sämtliches Gemüse selbst und im Frühjahr ist das echt alles sehr viel und manchmal chaotisch. 😉 Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft die Aufräumarbeiten vom Herbst alle zu erledigen. Leider hatte ich in diesem Jahr so viele Feld- und Wühlmäuse, dass ich nun damit beschäftigt bin sämtliche Gemüsebeete auszuschachten und mit Draht zu versehen. Leider kann ich deshalb auch viele Pflanzen nicht direkt einfach in die Erde stecken, Blumenzwiebeln z.Bsp. Ich brauche also für alles eine Alternativvariante.
    Ich habe auf Deinen Seiten diese Mulchfolie mit den vorgefertigten Pflanzlöchern gesehen. Kannst Du mir verraten wo ich die her bekomme? Habe jetzt im Netz nur andere Varianten gefunden, ohne fertige Löcher usw.
    Werde mich jetzt mal noch weiter durch Deinen Blog wühlen und wünsche Dir noch einen schönen Abend!
    Ganz herzliche Grüße Kerstin

    • Reply
      Katharina
      17. Dezember 2020 at 13:09

      Liebe Kerstin,
      es freut mich sehr, dass meine Artikel dir helfen! Ich kann dich sehr gut verstehen mit dem „Chaos“: ich ziehe neben den Blumen auch mein Gemüse selbst – aber darüber schreibe ich hier nicht 🙂 Ich schaffe es auch nicht immer, alles noch im herbs tzu erledigen, denke dann „ach das mache ich an einem sonnigen Wintertag“ und dann ist es immer so kalt und feucht, dass ich es doch wieder aufs Frühjahr verschiebe… Die Folie habe ich von „Freund & Gerlach“ aus dem Erdbeeranbau. Kann ich sehr empfehlen, auch sehr freundlicher Kundenkontakt.
      Viele Grüße!

      • Reply
        Kerstin
        19. Januar 2021 at 16:25

        Vielen lieben Dank für Deine Antwort! 😉
        Mittlerweile bin ich gut voran gekommen, war ich doch tatsächlich diesen Winter fast jeden Tag im Garten, sogar bei Schneefall. Viele Schnittblumen werden dieses Jahr in Rahmen- und Hochbeete einziehen und die müssen gerade gebaut und gesichert werden, das geht auch bei Schnee. 😉 In dieser Zeit wo alle anderen Aktivitäten außerhalb der Wohnung so eingeschränkt sind oder gleich gar nicht stattfinden, war mein täglicher Gartenbesuch eine willkommene Routine. 😉
        Ich würde es übrigens auch interessant finden etwas über Deinen Gemüseanbau zu lesen, irgendwie gehört ja alles zusammen.
        Herzliche Grüße Kerstin

        • Reply
          Katharina
          20. Januar 2021 at 19:19

          Liebe Kerstin,
          wie schön, dass du so viel zeit im Garten verbringen kannst – und ihr Schnee habt!! Davon kann ich hier in Bremen nur träumen 🙁 Ich glaube das mit dem Gemüseanbau-Schreiben überlasse ich lieber anderen. Es gibt da sooo viele tolle Blogs, wo ich schon so viel gelernt habe. Da konzentriere ich mich lieber weiter auf die Schnittblumen, das gibt es so nämlich glaube ich (bisher zumindest) noch nicht :-). Liebe Grüße

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